Paule plaudert aus dem Nähkästchen... wenn das Mama-Bär wüßteOkidoki, ihr wollt noch mehr über uns Lu-La-Bärenbande wissen? Ich, Paule, der Urvater aller Lu-La-Bären,  erzähle euch jetzt mal, wie alles mit uns anfing. Also, das war so:

Januar 1999
Mama-Bär sitzt in der Küche und hat Langeweile (ich nenn sie immer so, und alle unsere Bärenfans auch!) Baby-Bär (das ist ihre jüngste Tochter Kathrin, die alle Arbeiten am Computer, die Einladungen, Bastel-Sets etc. macht) war in der Schule und Papa-Bär zur Arbeit (das war'n noch Zeiten!). Sie hatte oft Langeweile, weil sie nach ihrem blöden 5-fachen Beinbruch nicht mehr so konnte wie sie wollte. Sie hatte vorher Porzellanpuppen gemacht; für ihren eigenen Laden. Den musste sie dann aber leider aufgeben. Die Puppenmacherei auch, weil sie plötzlich eine Schleifstaub-Allergie bekam. Das kam vom "Trockenschleifen" ohne Maske. So ganz genau weiß ich das ja auch nicht, ich war damals noch nicht einmal geplant.

Jedenfalls war sie es leid, das bisschen Haushalt und dann nur noch sinnlos rumsitzen und Däumchen drehen, im Garten war auch nichts zu tun und immer nur mit dem Hund raus... na ja. Es war halt Januar. Was macht Frau da? Schränke ausräumen, Klamotten sortieren, für Altkleider-Sammlung und so. Da fiel ihr eine alte Kaninchenfelljacke in die Hände, noch aus den 70ern. Die passte schon ewig nicht mehr, aber zum Wegwerfen zu schade. Und eine Plüschjacke, und einen Mantel!

HEY DAS ISSES!!! DA KANN MAN DOCH WAS DRAUß MACHEN!!! BÄREN ZUM BEISPIEL!!!
Gesagt getan!

Mama-Bär ist von Haus aus Damenschneiderin, die 3 jährige Lehre musste sie damals machen um ihr Berufsziel "Modedesignerin" zu verwirklichen. Sie hat das ganz toll von der Pieke auf gelernt und war die Beste in der Klasse und im kleinen Model-Studio. Ein Jahr war sie bei Betty Barcley in Speyer. Boah ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mama-Bär!

Aber ich schlabbere zuviel (würde Papa-Bär jetzt sagen). Hoffentlich kommt Mama-Bär jetzt nicht rein und sieht, was ich hier alles schreibe! Sie will das nämlich nicht, sie ist sehr schüchtern, bescheiden und "fremdelt". Viele glauben das nicht – ist aber so. Ey, ich schwör!

Also Mama-Bär findet in einem alten Bastelheft einen Bärenschnitt und eine Anleitung, sie sägte aus Sperrholz Gelenkscheiben, fand in der Küchenschublade Schrauben und Muttern (da gehören die auch hin!) trennte Jacken + Mantel auf und legte los.

Als Papa-Bär mit Baby-Bär abends nach Hause kam, war die Freude über die belagerte Küche, das Esszimmer und dem fehlenden Futter klein, aber die über den Bären groß.

Also, Mama-Bär muss damals wirklich sehr zickig und unausstehlich gewesen sein, denn Papa-Bär war so froh darüber, dass sie endlich wieder eine sinnvolle Beschäftigung hatte, dass er freiwillig das kochen übernahm und sie so ungestört weiterarbeiten konnte. Er half ihr auch sonst viel. Er sägte aus Kunststoffplatten Gelenkscheiben, er fuhr mit ihr in der Gegend rum, um Stoffe zu finden.
Aber sein größter persönlicher Erfolg:
Er sah das Inserat für die Teddybär - Welt im März in Wiesbaden1999. Dann finanzierte Papa-Bär das Standgeld und die Hotelkosten aber mit dem Hinweis, das Küche und Esszimmer wieder "ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben werden, wenn das ganze ein Flop wird" (Originalzitat Papa-Bär).  O.K.

Obwohl beide absolut keine Ahnung von der Teddyszene hatten (TEDDYSZENE - ist das mal ein cooles Wort!), die Bären aus heutiger Sicht eine Katastrophe,  und die Konkurrenz übermächtig war, wurde Wiesbaden ein sensationeller Erfolg!

Es folgten ein paar kleine Ausstellungen, aber sehr bald hatte sie keine Lust mehr auf "klassische Bären". Irgendwann dachte Mama-Bär: "nee, das kannst du anders und besser", nahm ein Blatt Papier, einen Stift und zwei Minuten später stand ich da! Langer Hals , lange Schnauze , dicker Bauch , Arme bis zum Boden , kurze Beine und große Füße! Tja, und seitdem ist alles anders! Und jetzt wisst ihr auch, warum wir Lu-La-Bär heißen: Lustiger Langhals Bär

Die durchgeknallten original Butjenter Deichschafe Wilde Hilde und das Bibberle lassen es sich bei uns in der Bärenhöhle gut gehenAch du liebes Lieschen , jetzt muss ich mich aber ganz schnell verstecken! Da vorne kommt die "Wilde Hilde" mit ihrem "Bibberle", die will immer mit mir flirten (sie weiß nicht, dass ich ihr immer die Mütze klau). Aber dann wird meine Pauline sauer und spricht ne ganze Woche nicht mit mir! Waaas , ihr kennt die "Wilde Hilde" nicht? Das komplett durchgeknallte original Butjenter Deichschaf? Also, die hat Mama-Bär kreiert, nachdem wir an die Nordseeküste umgesiedelt sind, weil wir wegen euch lieben Bärenfans auf einmal gaaanz viel Platz brauchten! Ihr wolltet nämlich bei uns lernen, wie man uns Lu-La-Bären macht . Aber dazu braucht man viel Platz! Den haben wir jetzt, nämlich über 300 qm, auf denen gearbeitet, gewohnt (Mama & Papa ca. 50 qm) verkauft, gefaulenzt und gelernt wird. Das ist manchmal richtig lustig! Vor allem, wenn Mama-Bär einen Kurs für 2 Personen annimmt, vergisst es im Kalender einzutragen und Papa-Bär dann auch noch mal für die selbe Zeit 2 Personen zusagt. Mein lieber Teddy, war Mama-Bär da sauer! Sie will nämlich am liebsten immer nur 1-2 Leutchen im Kurs haben, weil dann jeder viel mehr lernt. Aber es hat ja gut geklappt zu viert, war recht lustig, ging bis abends um elf! Hallo die Waldfee! (Das sagt man hier im Norden so.) Puh, ich schweife wieder mal ab, hihi. Zurück zur "Wilden Hilde". Also die Hilde ist ein Deichschaf. Und Deichschafe stehn aufm Deich (ach!)

Bei Wind und Wetter .
Bei Regen und Schnee.
Bei Eis und Hagel.
Immer Deich.
(Armes Schaf)

Im Sommer ist das bestimmt ganz nett , aber im Winter friert man sich die Wolle ab. Überhaupt, wenn man zu früh geschoren wird. So 'ne Gruppe Schafe hat Mama-Bär im Februar 2005 beim Spaziergang mit Arthos (unser allseits geliebter Dackel, sprich altdeutscher Schäferhund) gesehen. So frostige Deichschafe, die unverhofft in den Frost geraten und bereits geschoren waren. Also, sie ist ja wirklich goldig! Meine Mama-Bär jetzt. Die Dinger taten ihr so was von Leid , dass sie denen am liebsten Stulpen, Schal und Mütze gestrickt hätte. Und da man bei solcher Eiseskälte ja auch von innen gewärmt werden mss, hätte sie denen am liebsten eine Buddel "Friesengeist" einverleibt, der hat nämlich 56 Prozent. Teddynochmal, der wärmt vielleicht !

Jetzt lernen Schafe fliegen - Mama-Bär gehen die Ideen nicht aus und bringt Schafe zum Fliegen... und das sind dann SchutzengelschafeSchwupps, und schon war die Idee geboren! Im März 2005, wieder auf der Teddybär-Welt in Wiesbaden, standen dann Freitags beim Aufbau schon die Mitaussteller am Stand und haben sich gekringelt vor Lachen über diese Dinger! Ihr müsst euch das so vorstellen "Wilde Hilde" gaaanz brav mit süßen Zöpfchen, Schleifen,  Perlenkettchen, Stulpen und einer kleinen Tasche. So richtig brav. Aber wehe, ihr habt dann in ihre Tasche geschaut. Friesengeist! 56 Prozent! Und manchmal leer! Und sie mit ihrem zufriedenen unschuldigen Grinsen, und nebendran das "Bibberle", das arme Schaf, das dann immer ihr Leergut entsorgen durfte und selbst nichts bekam und deswegen immer so betröppelt guckte!

Die Viecher waren echt der Hammer! Das war fast so gut wie ich damals. Nur fliegen ist schöner! Fliegen? Moment... ich hörte von Schutzengelschafen... das müsst ihr euch mal vorstellen. Arme Mama-Bär. Nicht genug, dass ihre Bärenbande durch das Haus tobt, die Deichschafe hin und her trippeln (Friesengeist schmuggeln und so)... jetzt wird hier auch gefloooogen... Mama Bär lässt nicht die Kuh fliegen - sondern das Schaf!

Tja, ihr lieben Fans der Lu-La-Bande habt das alles erst möglich gemacht. Denn ihr seid der Motor von Mama-Bärs Kreativität, ohne euch hätte sie schon länger aufgehört. Aber ihr wollt uns noch immer, ihr bucht unsere Kurse, ihr kauft meine Brüder & Schwestern, ihr steht auf den Ausstellungen am Stand und lobt uns (manche reisen uns richtig nach). Danke!

Sind wir nicht alle ein bisschen Lu-La?